Warum ein Pseudonym?

Ach, wie gut, dass niemand weiß …
Wenn du dich für ein Pseudonym entscheidest …

Ich gebe es zu: Mila Marten ist nicht mein richtiger Name. Manch einer mag es sich sicherlich schon gedacht haben. Genau wie viele, viele andere Autoren, habe auch ich mich dazu entschieden, mein Buch unter einem Pseudonym zu veröffentlichen.

Wieso?

Zusammengefasst hauptsächlich aus zwei Gründen …

1. Weil Mila Marten besser zum Inhalt meiner Geschichte und zum Genre passt

Meine Canada Love Dilogie spielt in den USA und in Kanada. Ist es da nicht auch passend(er), wenn auf dem Cover ein englischer Name prangt? In dem Genre „Contemporary Romance“, in dem ich schreibe, sowieso? Ich finde schon, und habe daher bei der Wahl meines Pseudonyms darauf geachtet, dass mein Name (auch) englisch klingt. Für mich ist das so einfach runder.

Im Nachhinein habe ich übrigens festgestellt, dass einige berühmte Autoren ähnliche Gedanken hegen. Kerstin Gier zum Beispiel. Die deutsche Erfolgsautorin, die sich mit der „Edelstein-Trilogie“ nicht nur in mein Herz geschrieben hat, veröffentlicht unter dem Pseudonym Sophie Bérard in Frankreich spielende Liebesromane.

2. Weil mir noch ganz viel Selbstbewusstsein fehlt

Diesen Punkt in Worte zu fassen, die verständlich machen, was ich sagen möchte, ist nicht einfach. Vielleicht, weil „diese ganze Buchveröffentlichungsgeschichte“ so riesengroß und oft auch überfordernd ist, dass ich manchmal selbst nicht weiß, wie ich mich dabei fühle – außer: noch ziemlich klein?

Als ich mich dazu entschieden habe, die Reise zu meinem ersten Roman wirklich zu starten, war ich voller Tatendrang. Ich stehe absolut dahinter, wollte das unbedingt machen, und will es noch. Dennoch konnte ich mir eine Sache nicht vorstellen: Den Mut zu finden, mich von einem auf den anderen Tag so präsent zu machen. Dabei bin ich gar kein extrem introvertierter Mensch, das auf keinen Fall. Aber dieser Traum war so lange nur mein eigener – da fällt es mir nicht leicht, ihn plötzlich laut auszusprechen.

Mittlerweile wissen Familie und auch Freunde, dass ich ein Buch schreibe – aber dennoch posaune ich diese Information über mich nicht in die weite Welt hinaus. Dafür ist mein Weg noch zu neu, zu fremd, zu … groß.

Ich fühle mich noch nicht sicher genug.

Doch dank der wahnsinnig tollen, dermaßen motivierenden Autorencommunity auf Instagram kommt diese Sicherheit immer mehr, das merke ich ganz deutlich. Erstaunlich, wie viele Menschen da draußen denselben Weg gehen wie ich. Manche stehen an derselben Stelle, andere sind schon ein paar Schritte weiter. Sie warten zum Beispiel voll Spannung auf die Rückmeldung vom Lektorat, entscheiden sich gerade, wo sie ihr Buch veröffentlichen wollen, oder haben das bereits getan und sitzen schon an ihrer nächsten Geschichte. Aber, egal wie, alle kämpfen mit denselben Problemen. Das allein zu wissen, hilft mir schon ungemein. Ich bin mit meinen Zweifeln und Ängsten nicht allein. Und natürlich auch nicht mit der Entscheidung, ein Pseudonym zu benutzen …

Die Gemeinschaft Gleichgesinnter motiviert und lässt mutiger werden. Was hat es mich beispielsweise für eine Überwindung gekostet, den ersten Schnipsel aus meinem Buch preiszugeben. Doch ich habe mich getraut! War superdupermega nervös, aber bekam so tolles Feedback, dass mir dieser Einblick in meine Welt jetzt schon viel leichter fällt.

So geht es immer Schritt für Schritt vorwärts. Und wer weiß, vielleicht veröffentliche ich eines Tages ein Buch unter meinem echten Namen?

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